© Peter Lindlein

Schloss Friedewald

Auf einen Blick

  • Friedewald

Schloss Friedewald - der Mittelpunkt der gleichnamigen Gemeinde thront mit einer prachtvollen Renaissance Fassade im idyllischen Grün des Westerwaldes.

Das Schloss in Friedewald (Hauptbau) wurde um 1580 von Graf Heinrich IV. zu Sayn erbaut. Die Fassade zum Hof hin ist im Stil der Spätrenaissance gehalten. Schon Ende des 18. / Anfang des 19. Jahrhunderts war das Gebäude stark verfallen, wurde aber zwischen 1885 und 1895 restauriert und gänzlich erneuert. Kurz vor dem Ersten Weltkrieg wurden noch weitere Nebengebäude von Prinz Otto von Sayn-Wittgenstein-Berleburg errichtet, der das Schloss 1912 erwarb. Der Schlossgraben konnte durch eine eigens dafür angelegte Wasserleitung gefüllt werden. 1933 wurden dann große Teile der Inneneinrichtung versteigert.

Zwischen den Weltkriegen und während des Zweiten Weltkrieges wurde das Schloss unterschiedlich genutzt. 1954 wurde das Schloss Friedewald von der Evangelischen Sozialakademie als Tagungs- und Schulungsstätte angekauft. Sie ist die einzige Einrichtung dieser Art der Evangelischen Kirche in Deutschland.

Der Schlosskomplex wird eingerahmt von einer 5ha großen Parkanlage im englischen Stil. Bei der Bepflanzung wurden überwiegend Bäume eingesetzt, die aus dem Ausland importiert wurden. Zu diesen Bäumen zählen neben amerikanischen Rotbuchen auch mehrere mittlerweile 120 Jahre alte Mammutbäume. Der Park nutzt die Höhenunterschiede des Geländes geschickt aus und bietet immer wieder überraschende Blickwinkel. In die Parkanlage ist ein Rosengarten integriert.

Der Schlosskomplex ist rechteckig angelegt. Der straßenseitig gelegene Ostflügel mit dem Zwiebelhaubenturm und der Südflügel stammen aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Das Obergeschoss des Ostflügels und der gesamte Nordflügel wurden 1913-14 errichtet. Schützend spreizt heute noch der kaiserliche Doppeladler seine Schwingen über das Eingangstor von Schloss Friedewald. An den Gemäuern sind zahlreiche Detailarbeiten zu bewundern, die in die schweren Bastaltsteinen gehauen worden sind. Besondere Beispiele dafür sind das Herkules-Motiv (Herkules mit den Säulen und Herkules den Eber bändigend), die Wappen des Grafen Heinrich und seiner Gemahlin Jutta von Mallingkrodt, die Löwen- und Fratzengesichter und die Figuren in den Muschelnischen, die (von links nach rechts) die fünf Kardinaltugenden Weisheit, Gerechtigkeit, Wahrheit, Mäßigung und Stärke darstellen.

Heute befindet sich das Schloss in Privatbesitz und kann nicht von innen besichtigt werden.

Auf der Karte

Schloss Friedewald
Schlossstrasse 2
57520 Friedewald
DE

Allgemeine Informationen

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