Zehn Jahre nach ihrer letzten gemeinsamen Ausstellung in der Galerie Lange im alten Siegburger Wasserwerk laden Klaus und Karin Strack erneut zu einer gemeinsamen künstlerischen Begegnung ein. Am Samstag, 19., und Sonntag, 20. September 2026, zeigen die beiden Siegburger im besonderen Ambiente der historischen Scheune des Gut Petershohn zwei eigenständige künstlerische Positionen – Fotografie und Malerei. Was sie verbindet, ist der persönliche Blick auf die Welt: Klaus Strack beobachtet mit der Kamera seine unmit telbare Umgebung, während Karin Strack mit Farbe, Form und Bewegung eigene Bildwelten entstehen lässt. Klaus Strack: „Stadtbilder – ein fotografisches Lagebild an Rhein und Sieg“ Was sehen wir eigentlich, wenn wir mit offenen Augen durch unsere Städte, Dörfer und Landschaften gehen? Und was erzählt unser alltägliches Umfeld über den Zustand unserer Gesellschaft? Diesen Fragen ist Klaus Strack auf seinen ausgedehnten Wanderungen durch das Land an Rhein und Sieg nachgegangen. Angeregt durch die im Herbst 2025 bundesweit geführte „Stadtbild“-Debatte, hat der Siegburger Fotograf festgehalten, was ihm unterwegs begegnet: Straßen und Plätze, Häuser und Brücken, Infrastruktur und Natur, aber auch Menschen, gesellschaftliches Miteinander und sichtbare Gegensätze. So ist ein fotografisches Lagebild entstanden, das bewusst keine eindeutige Antwort gibt. Die einzelnen Aufnahmen fügen sich vielmehr wie Puzzleteile zu einem facettenreichen Bild der Re gion und ihrer Menschen. Dabei richtet sich der Blick nicht nur auf offensichtliche Probleme wie marode Straßen, sanierungsbe dürftige Gebäude oder Veränderungen des öffentlichen Raums. Die Fotografien erzählen ebenso von Engagement, Gemeinschaft und Zusammenhalt. Auf seinen Wanderungen begegnete Klaus Strack zahlreichen Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren – in Vereinen, Kirchen, bei Dorffesten, sozia len Einrichtungen und lokalen Initiativen. Sein Fazit fällt deshalb durchaus ambivalent, letztlich aber ermutigend aus: So schlecht, wie es die all gemeine Stimmung vielerorts vermuten lässt, ist die Lage vor der eigenen Haustür nicht. Die für die Ausstellung ausgewählten Fotografien stammen aus dem gleichnamigen Fotobuch „Stadtbilder“, in dem Klaus Strack seine Beobachtungen und Gedanken ausführlicher zusammengeführt hat. Das Buch kann während der Ausstellung erworben werden. Karin Strack: „Farbe trifft Leinwand“ Einen ganz anderen Weg der Wahrnehmung geht Karin Strack in ihrer abstrakten Malerei. Seit vielen Jahren arbeitet sie mit Acrylfarben auf Leinwand. Dabei verzichtet sie weitgehend auf den klassischen Pinsel und bevorzugt eine Wischtechnik mit den Händen. Farbe wird so unmittelbar zu Bewegung, Fläche und Ausdruck. Ihre Werke entwickeln dadurch eine eigenständige, expressive Bildsprache. Seit rund zwei Jahren beschäftigt sich Karin Strack außerdem intensiv mit der Aquarellmalerei. Neue Impulse erhielt sie unter anderem durch ihre Teilnahme an der Kunst-Akademie im Siegburger KSI in diesem Sommer. Für die Ausstellung im Gut Petershohn hat sie ihre neuesten Arbeiten zusammenge stellt, von denen viele erstmals öffentlich zu sehen sein werden. Einen besonderen Reiz bildet der Dialog zwischen den farbintensiven, abstrakten Bildern und der his torischen, teilweise morbiden Atmosphäre der alten Scheune. Kräftige Farben und freie Formen tref fen auf altes Holz, Patina und die Spuren vergangener Zeiten. Zwei Sichtweisen, ein gemeinsamer Ort Die Ausstellung bringt zwei sehr unterschiedliche Formen künstlerischer Wahrnehmung zusammen. Klaus Strack richtet seinen Blick mit der Kamera auf die Welt vor der eigenen Haustür und macht Ver änderungen, Widersprüche und Begegnungen sichtbar. Karin Strack löst sich von der gegenständli chen Wirklichkeit und entwickelt aus Farbe, Form und Bewegung ihre eigenen Bildräume. Gerade dieser Gegensatz macht die gemeinsame Ausstellung reizvoll: Hier trifft dokumentarischer Blick auf intuitive Bildgestaltung, Beobachtung auf Abstraktion, Wirklichkeit auf Farbwelt. Im historischen Ambiente des Gut Petershohn entsteht so ein Ort zum Schauen, Entdecken und Nach denken – über die Welt vor der eigenen Haustür ebenso wie über die ganz persönliche Wahrneh mung von Farbe, Form und Raum. Nach zehn Jahren freuen sich Klaus und Karin Strack darauf, ihre Arbeiten wieder gemeinsam der Öf fentlichkeit zu präsentieren und mit den Besucherinnen und Besuchern ins Gespräch zu kommen.
Zwei Blicke - eine Ausstellung
In 3 Tagen
Auf einen Blick
- Hennef
- 19. – 20.09.2026Terminübersicht
- 11:00 - 17:00
Termine im Überblick
Allgemeine Informationen
- Eintritt frei
