Der Garten vor dem ehemaligen Wohnhaus der Familie Seligmann – unserer heutigen Gedenkstätte – wurde, als es noch von der Familie bewohnt war, als Nutzgarten verwendet. U.a. gab es dort auch einen Apfelbaum. Die Selbstversorgung auf dem Land mit eigenen Obstbäumen verbindet praktische Landwirtschaft mit tiefen jüdischen Traditionen. Der Anbau und die Pflege von Bäumen werden im Judentum als heilige Aufgabe angesehen, wobei sowohl historische Anbaumethoden als auch spezielle biblische Gesetze (Halacha) eine zentrale Rolle spielen. Auch der Apfel hat im Judentum eine zentrale symbolische Bedeutung, insbesondere als Zeichen der Hoffnung, Liebe und göttlichen Gegenwart. Die bekannteste Tradition ist das Eintauchen von Apfelstücken in Honig am jüdischen Neujahrsfest Rosch ha-Schana, um Gott um ein „süßes neues Jahr“ zu bitten.
Bei dem Themennachmittag sind verschiedene Programmpunkte geplant:
In Erinnerung an die ursprüngliche Nutzung des Gartens werden zwei Apfelbäume gepflanzt.
In einem sich anschließenden Vortrag wird die Bedeutung des Apfels im jüdischen Brauchtum und Glauben behandelt.
Und auch der kulinarische Aspekt soll nicht zu kurz kommen, da es für die Teilnehmenden jüdischen Apfelkuchen geben wird.