Jede Generation trägt die Verantwortung, diese Erinnerung lebendig zu halten und Verantwortung für eine Gesellschaft zu übernehmen, die auf Menschenrechten, Freiheit und Respekt gründet. Insofern ist die Auseinandersetzung mit der Geschichte der Schoah auch für Schülerinnen und Schüler von besonderer Bedeutung: Erinnerung vermittelt nicht nur historisches Wissen, sondern stärkt auch demokratische Werte und die Fähigkeit, Diskriminierung, Antisemitismus und Rassismus zu erkennen und ihnen entgegenzutreten.
Gedenken ist so nicht nur ein Blick zurück aus sicherer Distanz, sondern es fordert uns auf, Fragen zu stellen und überall dort aufmerksam zu sein, wo Vorurteile, Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung Menschen bedrohen. Die Vergangenheit mahnt uns, dass Demokratie und Menschenrechte niemals selbstverständlich sind. Sie müssen geschützt, verteidigt und mit Leben gefüllt werden.
In diesem Jahr konnten wir erstmals Schülerinnen und Schüler der GS Windeck gemeinsam mit ihrem Geschichtslehrer Farhat Qarizada gewinnen, die Gedenkveranstaltung mit eigenen Gedanken zu den Ereignissen der Novemberpogrome zu füllen, vorzubereiten und durchzuführen. Sie präsentieren u.a. Szenen aus dem Leben der Familie Seligmann, die an die historischen Quellen angelehnt sind und Einblicke in die Lebenswirklichkeit der jüdischen Familien Rosbachs ermöglichen. Aus diesem Grund laden wir Sie in diesem Jahr in die Aula der Gesamtschule am Standort Rosbach, unweit der Gedenkstätte ein. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!