Erlebnisschleife "Kloster Marienthal und das Ende der Welt"

Vom Wanderparkplatz in Marienthal starten wir unsere Rundtour auf dem Prädikatswanderweg WesterwaldSteig in Richtung Limbach. Wir folgen dem grünen W auf weißem Grund, hinauf auf den Sonnenberg. Am Rastplatz "Sonnenberg", einer der schönsten Aussichtspunkte am WesterwaldSteig, können wir den Blick auf das geschwungene Nistertal und die weite Hügellandschaft Richtung Gebhardshain und Bad Marienberg genießen. Unmittelbar unterhalb blickt man auf den Ort Ahlhausen, dessen Bergkuppe einst von Kelten besiedelt war. Ausgrabungen haben hier die frühere Existenz einer Fliehburg nachgewiesen.

Wir folgen weiter dem WesterwaldSteig und gelangen nun zum alpinen Weltende-Pfad, einem der Höhepunkte des Prädikatswanderweges WesterwaldSteigs. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind Voraussetzung zum Erwandern dieses reizvollen Naturpfades, der durch unberührte Niederwaldflächen entlang des Nisterbogens in romantischer Stille einen der schönsten Abschnitte der Kroppacher Schweiz durchquert. Der Weltende-Pfad ist ein in den Fels gehauener Pfad, auf dem früher die Kinder nach Stein-Wingert zur Schule gehen mussten. Im Volksmund spricht man auch vom "Am Ende der Welt". An kleineren Kletterpassagen sind abschnittsweise Stahlseile auf der Bergspitze vorhanden. Hier kann der Wanderer sich festhalten und sicher den Steig überwinden. Bei Nässe kann der teilweise etwas abschüssige Pfad rutschig sein. Der Weltende-Pfad endet kurz vor Alhausen am Wegweiserstandort HAC033.

Hier verlassen wir den WesterwaldSteig und wandern weiter auf dem Kölner Weg, der mit einem weißen K auf schwarzem Grund markiert ist. Nach einem kurzen Anstieg überqueren wir die Raiffeisenstraße B256 und wandern weiter über die Feldlage vorbei an Nassen, wo sich uns ein letztes Mal eine herrliche Aussicht über die hügelige Kroppacher Schweiz bietet.

Durch den Wald führt uns der Kölner Weg zur Wallfahrtskirche und historisch bekannten Franziskanerkloster Marienthal. Die Legende erzählt, ein Hirte habe in stiller Andacht oft vor einem selbst geschnitzten Marienbild gebetet, und für dieses sei um 1460 eine erste Kapelle gebaut worden. Es wurden mehrere Wunderheilungen und Wiedererweckungen vom Tode geschildert, wodurch eine große Wallfahrt einsetzte und 1494 eine Kirche erbaut wurde. 1666 wurde ein Franziskanerkloster gegründet. Heute noch werden hier Exerzitien und Bildungsveranstaltungen abgehalten. Darüberhinaus besuchen auch zahlreiche Pilger und Prozessionen den Gnadenort.

Die letzten Meter unseres Wanderweges führen uns entlang der Klostermauern zurück zu unserem Ausgangspunkt, wo uns die Westerwälder Gastronomie zur Einkehr mit einem reichhaltigen Angebot überzeugt.

Trail&Rail

Höhenprofil

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