WesterwaldSteig - Etappe 11 Marienthal bis Weyerbusch

Der WesterwaldSteig, DER Wanderweg im Westerwald, garantiert auf 235 km und 16 Etappen Abwechslung, Erlebnisspaß und Naturgenuss.

Der WesterwaldSteig beginnt im hessischen Herborn. Von dort steigt er allmählich bis auf 657 Meter an, um mit der Fuchskaute die höchste Erhebung des Westerwaldes hinter sich zu lassen.
Tief eingegraben in die umliegenden Höhen führt er durch die Holzbachschlucht und an Westerburg vorbei zur Westerwälder Seenplatte, einem Sumpfgebiet mit sieben Weihern.
Neben der Kurstadt Bad Marienberg mit Wild- und Basaltpark bindet der WesterwaldSteig als wichtiger Wanderweg im Westerwald auch das historische Städtchen Hachenburg an.
Die Klöster Marienstatt und Marienthal sowie das Wirken des Genossenschaftlers F. W. Raiffeisen begegnen dem Wanderer auf dem Wanderweg durch den Westerwald ins idyllische Wiedtal nach Waldbreitbach, ehe der WesterwaldSteig in Bad Hönningen/Rhein endet.

Der WesterwaldSteig gehört – ebenso wie Eifelsteig, Rheinsteig und Saar-Hunsrück-Steig – seit Juli 2009 zu den Top Trails of Germany, einem der schönsten Fernwanderwege in Deutschland.

Dargestellt ist hier die Etappe 11 von Kloster Marienthal bis Weyerbusch, die auch durch die Naturregion Sieg führt.

Hier gelangen Sie zur Übersicht der 16 Etappen des WesterwaldSteig.

Offizielle Webseite der Route

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Vom Kloster Marienthal geht es über den Kreuzweg und die alte Kohlstraße zum Aussichtsturm auf dem 389 Meter hohen Beulskopf und ins Raiffeisenland bis nach Weyerbusch. WO DER GUTE HIRTE LEBTE, EIN AUSSICHTSTURM DEN ATEM RAUBT UND EINE IDEE DIE WELT EROBERTE

Was für eine bemerkenswerte Geschichte. Ein Hirte soll im Mittelalter die Muttergottes aus Holz geschnitzt und unter einer Eiche aufgestellt haben. Mit wundersamen Gebetserhörungen wurde er für seine Frömmigkeit belohnt. Die Madonnenfigur und ihr Standort im Tal wurden alsbald von vielen Menschen verehrt und bekannt. Eine Kapelle folgte und später auch ein Kloster, das bis heute als Marienthal bekannt ist. Die Franziskanermönche haben zwar den Ort wegen fehlendem Nachwuchs längst verlassen, doch Marienthal atmet noch immer eine besondere Idylle und Harmonie. An einigen schönen Fachwerkhäusern vorbei führt mein Weg auf die Höhen, wo der WesterwaldSteig 2007 aus der Taufe gehoben wurde. Der Beulskopf überragt die Landschaft und damit nicht genug. Wie eine Antenne ragt der Raiffeisenturm um weitere 34 Meter in den Himmel und zieht mich wie magisch an. Was für eine Weitsicht! Wie ein Falke suchen meine Augen alle Himmelsrichtungen ab. In der Ferne lassen sich sogar das Bergische Land und das Siebengebirge am Rhein erspähen. Viel näher ist das Raiffeisenland, das sich zu meinen Füßen ausbreitet. Der berühmte Sozialreformer Friedrich Wilhelm Raiffeisen erkannte hier früh die Not der Menschen und begründete die weltweit bekannte Genossenschaftsidee. Berauscht von der Höhe und Weite bin ich doch wieder froh, festen Boden unter meinen Füßen zu haben und folge der Etappe weiter in Richtung Weyerbusch. Auch hier hat Raiffeisen mit der Gründung des Brodvereins seine Spuren hinterlassen.