Nister-Radweg

Der Radweg begleitet die Nister auf ihrem Weg durch den Westerwald ab der Quelle westlich der Fuchskaute bis zur Mündung in die Sieg bei Wissen. Die Nister hat sich oft tief in die Landschaft eingegraben und kaum Platz gelassen für Wege unmittelbar am Ufer. Besonders in der wildromantischen Kroppacher Schweiz erwarten den alltagsgeübten Radfahrer Anstiege aus dem Tal auf die umliegenden Anhöhen. Höhepunkte unterwegs sind die Städte Bad Marienberg und Hachenburg, die Klosteranlage Marienstatt und das Naturkleinod „Kroppacher Schweiz“.

Abwechslungsreich und vielseitig – wer auf dem Nister-Radweg unterwegs ist, genießt nicht nur die Schönheit des Flusstales: Hinter jeder Biegung wartet ein neuer Blick auf die Landschaft der Mittelgebirgsregion Westerwald. Startpunkt ist die Nisterquelle in Willingen. Wer seine Tour mit einem sagenhaften Blick über den nördlichen Westerwald beginnen möchte, erradelt zunächst die Fuchskaute, die mit 657 Metern höchste Erhebung des Westerwaldes. Das dortige Gasthaus mit Sommerterrasse lockt mit Leckereien. Zurück auf dem Radweg geht es mal links mal rechts der Nister in Richtung Bad Marienberg, das Sie über eine ehemalige Bahntrasse erreichen. Der staatlich anerkannte Höhenluftkurort ist zugleich Kneipp-Heilbad und lädt zu einer kleinen Entspannungspause ein. Im Kurpark mit Barfußweg, Kneipp-Becken und Apotheker-Garten gelingt das besonders gut. Geologisch Interessierte kommen im Basaltpark, einem renaturierten Basaltsteinbruch, auf ihre Kosten. Bei gutem Wetter lohnt sich zudem ein Abstecher zum Hedwigsturm am Wildpark. Hier erwartet Sie der berühmte Westerwaldblick auf die Montabaurer-Höhen, der bei klarer Sicht bis zum Feldberg im Taunus und zum Siebengebirge reicht. Hoch hinauf geht’s im Kletterwald Bad Marienberg. Sie fahren weiter entlang der Nister in Richtung Nistertal mit einem kurzen Abstecher (3 km) nach Enspel - zum Stöffelpark, der als international bedeutender Fossilienfundort und Mitmachmuseum in einem begeistert. Über Forstwege, die Sie in einer weiten Schleife über Alpenrod aus dem Nistertal auf die Höhe führen, erreichen Sie im weiteren Verlauf des Radweges die „Perle des Westerwaldes“, wie die kleine Residenzstadt Hachenburg liebevoll genannt wird. Die Altstadt mit dem alten Markt und seinen Fachwerkhäusern ist ein wahres Kleinod. Wer mehr über das traditionelle Leben im Westerwald erfahren möchte, plant einen Besuch im Landschaftsmuseum ein. In sechs typischen Gebäuden wird dort der bäuerliche Alltag vor 1960 lebendig. In rasanter Fahrt geht es zurück ins Tal der Nister und schon wenige Kilometer von Hachenburg entfernt erreichen Sie eine weitere Sehenswürdigkeit: das Kloster Marienstatt. Seine Basilika beheimatet einen der bedeutendsten mittelalterlichen Flügelaltäre des Rheinlandes. Im Brauhaus mit Restaurant bieten die Zisterziensermönche Köstlichkeiten aus der Klosterküche und selbstgebrautes Bier an, das Sie im Sommer auch im Biergarten genießen können. Durch die Kroppacher Schweiz, wo sich die Nister über Jahrtausende in die Landschaft eingegraben hat und die charakteristischen Felswände entstehen ließ, führt Sie Ihr Weg weiter zum „Deutschen Eck des Westerwaldes“ bei Heimborn-Ehrlich, wo die Kleine Nister in die Große Nister fließt. Hier beginnt die letzte Etappe des Nister-Radwegs nach Wissen. Der gepflegte staatlich anerkannte Kurort bietet mit seinen vielen Restaurants und Cafés hervorragende Möglichkeiten, es sich zum Abschluss der Tour noch einmal so richtig gut gehen zu lassen. Wenn Sie mögen, besuchen Sie in Wissen das romantische Schloss Schönstein aus dem 13. Jahrhundert und statten Sie auch der ältesten Fachwerkkirche in Rheinland-Pfalz, der Heisterkapelle aus dem 18. Jahrhundert, einen Besuch ab.

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