Altes Zollhaus

Von historischem Wert ist das „Alte Zollhaus“, in dem heute Kunstausstellungen und Kurse der Volkshochschule angeboten werden.


Zur Geschichte: Lange Zeit befand sich entlang der Sieg eine herrschaftliche Grenze zwischen dem Wildenburger- und dem Schönsteiner Land. Bereits 1692 wird in Wissen-Brückhöfe ein Zollhaus erwähnt. Bis 1803 befand sich an der alten Brücke eine kurkölnische Zollstation. Danach ging der vereinnahmte Zoll an die Nassauische Regierung in Wiesbaden bzw. die französisch-napoleonische Präfektur in Dillenburg. Mit dem Übergang der Rheinprovinzen in das preußische Königreich entfiel 1814 die alte Zollgrenze. Am 18. November 1801 wurde der Zoll für 12 Jahre verpachtet. Der damalige Oberzollbeamte war gleichzeitig auch Wirt in der dortigen Gaststätte und musste „ein gutes Bier brauen“. Weiter folgte die Einschränkung, den Preis fürs Bier dem der Gerste anzugleichen, „jedem Reisenden eine genaue Rechnung zu erstellen, keine Spielgesellschaft, kein Schwärmen und Saufen bei Nachtzeit zu erlauben“. Dafür mussten alle Hochzeiten und Kindstaufen im Kirchspiel Wissen beim Zöllner gehalten werden.


Das heutige Zollhaus wurde 1805 als Fachwerkhaus neu erbaut und 1830 als Wohnsitz des Oberförsters der Hatzfeldt-Wildenburg’schen Verwaltung erwähnt. Ab 1956 wurde es von der RWE als Verwaltungsgebäude genutzt. Seit 2001 ist es im Eigentum der Stadt Wissen.

Adresse

Am Zollhaus 6
57537 Wissen
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