Das Beethovenfest 1845

Franz Josef Wiegelmann
Das Beethovenfest 1845 - Ein Bönnsche Posse
(oder: Aller Anfang ist schwer...)

Der 75. Geburtstag Ludwig van Beethovens war für die Bonner Bürger äußerer Anlass, vom 11. bis 13. August 1845 das erste, zugleich berühmteste und bedeutendste Beethoven-Fest des 19. Jahrhunderts zu feiern. Die Festtage, an denen auch Queen Viktoria und der preußische König Friedrich Wilhelm IV. sowie Alexander von Humboldt, Franz Liszt und Hector Berlioz teilnahmen, begründeten Bonns weltweiten Ruf als Beethoven-Stadt. Allerdings verlief das Fest, in dessen Mittelpunkt die Einweihung des von Ernst Hähnel entworfenen Beethoven-Denkmals auf dem Bonner Münsterplatz stand, nicht ungetrübt. Bonn besaß nämlich zunächst kein Festspielhaus. Durch Animositäten, Eitelkeiten, Neid und Arroganz verschiedener Akteure stand das Fest wiederholt vor dem Aus. Publizistisch wurde das Geschehen in Deutschland und Europa, vor allem aber in Wien aufmerksam beobachtet und durch zahllose Artikel und Zeitungsmeldungen eifersüchtig, ironisch oder satirisch begleitet. Wien konnte zwar spotten, es dauerte aber bis 1880, ehe auch dort Beethoven ein Denkmal gesetzt wurde.

Eine Veranstaltung des Goethe-Gesellschaft Siegburg e.V..

Eintritt: 8 €

Veranstaltungsort

Stadtmuseum Siegburg

Markt 46

53721 Siegburg

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